






Wie bereits angesprochen, kann einem die Anonymität im Internet nur durch den Staat (beziehungsweise genauer gesagt dessen Polizei) genommen werden. Wenn die Polizei beim Provider nachfragt, wem welche IP-Adresse gehört, ist ide Anonymität zu Ende.
Das hat auch sehr viele gute Gründe: das Internet kann so nicht der Anarchie verfallen; Behörden haben es zum Teil einfacher, einen Täter zu ermitteln als im „richten Leben“; Urheberrechtsverletzungen können unterbunden werden und so weiter.
Allerdings muss man auch eine negative Seite sehen: Der Staat kann die Anonymität durch diese Möglichkeiten auch ausnutzen, um jemandem die Grundrechte zu nehmen. Ganz besonders gilt das für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Sicherlich ist das in Deutschland ist das weniger ein Problem, denn jeder kann sich dieses Recht im Notfall vor Gericht einklagen. Das ist aber eigentlich gar nicht nötig, denn der hier ist der Staat wohl vergleichsweise tolerant.
Das gilt längst nicht für alle Staaten! Häufig kommt es vor, dass Journalisten aus Ländern wie China nicht frei berichten können, weil vor allem kritische Inhalte von der dortigen Polizei unterbunden werden. Diesen Journalisten (und natürlich auch der Bevölkerung solcher Länder) soll durch Tor die Möglichkeit gegeben werden, ohne Überwachung oder Einschränkung im Internet surfen zu können, um sich so sämtliche Inhalte zugänglich machen zu können – und nicht nur die, die eine Regierung genehmigt hat.
Tor funktioniert im Prinzip wie jeder Proxy-Server: Es leitet die Verbindung um/weiter. Allerdings ist das System bei Tor weiter verfeinert und zudem sicherer:
Tor nutzt nicht einen, sondern drei Proxy-Server. Das schafft zusätzliche Sicherheit. Zwar würde ein Proxy-Server eigentlich auch ausreichen, aber man kann eben nie wissen, ob der Betreiber nicht doch Logs erstellt. Bei drei Servern ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer. Die Server sind dabei über die ganze Welt verteilt, was eine Einschränkung oder Kontrolle noch weiter erschwert.
Tor verschlüsselt alle Verbindungen, vor allem vom Client zu den Proxys. So ist es nicht möglich, die Daten zu überwachen.
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Autor: David | Update: 09.04.'09 | Nach oben | Kommentieren | Impressum | Mitmachen | Zufall